Geschichte

Anfang und Gründung

Im Jahr 1994 entstand die Idee zur Gründung eines Vereins mit dem einzigen Ziel, Schwerkranke auf ihrer letzten Wegstrecke zu begleiten. Der Pfarrer des Spitals Thun, Herr Peter Willener und dessen Stellvertreterin Barbara Gäumann trugen die Idee in die Seelsorgegruppe des Spitals und suchten weitere Personen zur Bildung einer Initiativgruppe.

Bilder: Der Initiator Peter Willener und die Sekretärin (1994 - 2014) Emmy Dubach

Zirka 40 Interessierte verpflichteten sich als Vereinsmitglieder und 9 von ihnen bestellten den ersten Vorstand, unter dem Präsidium von Barbara Gäumann (Pflegefachfrau).
Gemeinsam gründeten sie 1994 den:

Vereinsaufbau

In der Startphase lagen die Schwerpunkte auf der internen Organisation, der Werbung von Mitgliedern und Spenden und als wichtigster Punkt die Ausbildung von Begleitenden.

Eine wichtige Aufgabe war: Die Stellung der Begleitenden im Verein zu definieren.
Der Vorstand setzte sich intensiv mit der Problematik auseinander: Stehen die Begleitenden zum Vorstand in einem Anstellungsverhältnis, wie werden sie entlöhnt, welche Verpflichtungen hat der Vorstand gegenüber den Begleitenden?
Es ergab sich folgender Konsens:
- Begleitende und Vorstandsmitglieder stehen grundsätzlich auf der gleichen Stufe
- Begleitende sind Vereinsmitglieder und keine Angestellten des Vereins, sie leisten Freiwilligenarbeit
- Für die Führung des Begleitteams, den Kontakt zu den Klienten,die Organisation der Einsätze und die fachliche Qualitätssicherung wird eine Pflegefachperson als Einsatzleiterin, in Teilzeitanstellung engagiert.


Kurzabriss der Vereinsgeschichte 1994 - 2013

  • In den Anfangsjahren des Vereins wurde eine Supervision für die Begleitenden initiiert. Nach anfänglicher Skepsis wurde die "Supi" zu einem beliebten Angebot.

  • Aus der Reihe der Begleitenden wirken ständig ein bis zwei Vertreter im Vorstand mit.

  • Das Begleitteam leistete in der vergangenen Zeit jährlich zwischen 4'000 bis 6'000 Begleitstunden zur Zufriedenheit der Klienten.

  • Der vom Verein durchgeführte, einwöchige Basis-Ausbildungskurs war die Grundlage für das kompetente Betreuen von schwerkranken Menschen. Für Begleitende war er Voraussetzung für die Freiwilligenarbeit, aber auch Vereinsmitglieder konnten den Kurs besuchen.

  • 2009 reagierte der Vorstand auf die Herausforderung durch das Schweizerische Rote Kreuz, welches mit erheblichem Aufwand unter dem Namen „beocare.ch“ ein nahezu identisches Angebot lancierte.

  • In einer Retraite unter fachlicher Leitung suchte der Vorstand zusammen mit Begleitenden, Ausbildnern und der Einsatzleiterin Antworten auf die Herausforderung.
    Ergebnis:
    – wir überarbeiten unsere Grundlagen
    – wir schaffen uns ein zeitgemässes Erscheinungsbild
    wir arbeiten nach unserer Art weiter
    wir suchen die Kooperation mit dem SRK auf

  • An der Hauptversammlung 2011 wurde beschlossen den Ergebnissen der Retraite folge zu leisten und der Vorschlag für einen neuen Vereinsnamen und ein neues Logo wurde einstimmig angenommen.

  • Wegen Ausfall unserer Kursleiter (aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen) konnte seit 2009 kein eigener Kurs mehr durchgeführt werden.
    Für eine Neuplanung fehlen die Fachleute und die Finanzen. Ein neuer Kurs müsste zudem die aktuellen fachlichen Normen erfüllen, eine Hürde, die wir nur mit grossem Aufwand übersteigen könnten.

    Der Vorstand hat sich daher entschlossen, mit dem Roten Kreuz in Verbindung zu treten. Dieses erklärte sich bereit, Interessentinnen von unserer Seite in den Rotkreuz eigenen Kurs aufzunehmen. Für das Jahr 2012 bietet das RK uns an, offiziell am Kursangebot bei Planung und Durchführung mitwirken zu können.

  • Im Jahr 2012 wurden die Beschlüsse der HV 2011 umgesetzt und wir konnten unseren neuen Vereinsnamen und das Logo präsentieren:

2014 Jubiläum 20 Jahre VSb

Seit 20 Jahren im Dienst der Schwerkranken

Mit einem Ausflug nach Murten, einem Konzert und einem gemeinsamen Znacht haben der Vorstand und die Begleitenden des Vereins Schwerkranke begleiten zusammen mit einigen Gästen das mittlerweile zwanzig Jahre dauernde Engagement gefeiert.

Bild: Die Jubiläums-Festgemeinde

Wir treffen uns am Bahnhofplatz in Thun, von wo wir mit dem Car nach Murten fahren. Als Gäste befinden sich Herr Peter Willener, Herr Dr. Urs Fahrni beides Gründungsmitglieder, Frau Ursula Immboden von beocare.ch sowie unsere ehemalige Präsidentin Chris Sterchi und die ehemalige Einsatzleiterin Kathrin Holzer unter uns.
Vom Vorstand konnte Frau Erika Lüscher leider nicht teilnehmen.

Vorstand 2014: M. Abegglen, H.P. Hausammann, A. Oesch, H. Christen, H. Anderes, H. Bregulla, R. Bürki
auf dem Bild fehlt: Erika Lüscher

In Murten unternehmen wir in zwei Gruppen eine Stadtführung unter kundiger Leitung. Die Wanderung durch die Stadt führt uns über die historische Stadtmauer wo wir viel über die Geschichte vernehmen und herrliche Ausblicke über die Dächer Murtens geniessen. Anschliessend gehts durch die Hauptgasse zur Französischen Kirche wo der Festakt stattfindet.

Zum abschliessenden Apéro und Nachtessen fahren wir zurück nach Gunten und verbringen einen schönen Abend im Parkhotel Gunten.

Zum Festakt nehmen wir Platz in der französischen Kirche Murten. Unser Sekretär Ruedi Bürki hat einerseits den ganzen Anlass organisiert und in seiner Festansprache die vergangenen 20 Jahre des VSb revue passieren lassen.

Anschliessend an die Festansprache geniessen wir ein sinnliches und entspannendes Konzert mit Violine und Orgel, dargebracht von dem nach Murten "ausgewanderten" Thuner Musiker-Ehepaar Susanne und Hans-Jakob Rüfenacht.

Erfreuen Sie sich an einigen Bildern zum Festtag in unserer Jubiläumsgalerie. Zum vergrössern auf das Bild klicken.

Unsere Jubiläums-Teilnehmer

Auf dem Stadtrundgang

Apéro + Nachtessen

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